Reisen mit Vizsla: So klappt der Urlaub mit großem Hund

Unser Travel Buddy begleitet uns seit Juni 2018. Damals kam Buddy zu uns, ein Magyar Vizsla. Der ungarische Jagdhund sprüht vor Energie, ist extrem anhänglich und möchte immer mit dabei sein. Wie klappt das Reisen mit Vizsla? Ich erzähle euch vom Urlaub mit unserem großen, lebhaften Hund und gebe euch Tipps, was ihr beachten und mitnehmen solltet.

Schöner Reisen mit Vizsla

Wir haben uns 2018 bewusst für einen Vizsla entschieden, da wir die Hunderasse so toll fanden. Davor haben wir viel gelesen, uns YouTube Videos angeschaut und einige Vischels getroffen. Übrigens wird der Vizsla schon mal unter “Magia Wissler” oder “Wischler” im Internet gesucht. Es gibt neben dem Kurzhaar Vizsla wie wir ihn haben auch den Drahthaar Vizsla.

Buddy haben wir von privat übernommen, mit acht Monaten. Er ist nun 68 Zentimeter hoch und 27 Kilo schwer. Ein zimtfarbener Hund mit langen Beinen und einer großen Persönlichkeit. “Bazi” nennen wir ihn, denn er ist ein echter Schlingel. Lustig, verfressen, verschmust, drinnen verschlafen und draußen sehr sportlich.

Wusstet ihr, dass der Vizsla der drittschnellste Hund der Welt ist? Er kann bis zu 60 km/h erreichen. Vom Aussehen her ähnelt er dem Rhodesian Ridgeback, allerdings ist die Nase nicht schwarz, der Rückenkamm fehlt und er ist etwas zierlicher.

Carsten hatte als Kind schon mal einen Hund, für mich war es der erste. Und ich verliebte mich gleich in ihn. Wir werden schon mal gefragt, wer für Buddy die Nr. 1 ist. Er hat zu uns beiden eine starke Bindung, aber ein unterschiedliches Verhältnis. Ich kraule z. B. am allerbesten, mit Carsten spielt er gerne.

Da ich im Homeoffice arbeite, liegt Buddy auf seinem Hundebett meist neben mir. Als hauptberufliche Reisebloggerin gehe ich entweder mit Freund und Hund auf Recherchereise oder ich verreise allein. Am liebsten bin ich jedoch mit Carsten und Buddy unterwegs. Sonne, Hundestrand und Wald – wir kommen!

1) Reisen mit Hund im Auto

In Flugzeug, Zug oder Fernbus kann Buddy leider nicht mitreisen, dafür ist er zu groß und zu lebhaft. Also reisen wir mit dem Auto durch Deutschland und Europa. Das klappt gut, denn Buddy wird nicht reisekrank. Allerdings wird ihm schnell zu heiß, deshalb muss bei warmen Außentemperaturen die Klimaanlage funktionieren.

Beim Urlaub mit Hund legen wir unterwegs Gassistopps ein, bei denen er Auslauf bekommt und etwas trinkt. Das bedeutet für uns, dass wir für die An- und Abreise deutlich mehr Zeit einplanen müssen.

2) Hundefreundliche Reiseziele

Urlaub mit Hund in SüdtirolWohin wir am liebsten reisen mit Hund? Einen Kurzurlaub verbringen wir gerne in der Eifel (NRW), etwa zum Wandern im Nationalpark oder beim Hundestrand am Rursee. Sehr gute Erfahrungen haben wir auch an der Ostsee in Deutschland und Polen gemacht. Wir waren ebenfalls schon zum Bergurlaub in Südtirol (Italien) oder haben Frankfurt mit Hund erlebt. Hier findet ihr unsere Reiseberichte zum Urlaub mit Hund.

Unsere nächste Reise führt uns vom 25. bis 28. April 2022 auf die niederländische Nordseeinsel Texel. Erste Eindrücke von dort erhaltet ihr auf Instagram und Facebook. Nach der Reise werde ich neben einem Blogartikel auch ein Video auf YouTube posten.

Worauf wir bei der Auswahl des Ziels für den Hundeurlaub achten:

  • Gemäßigte Temperaturen
  • Nicht zu weite An- und Abreise
  • Hunde sind generell willkommen
  • Hundefreundliche Hotels oder Ferienwohnungen, gerne in Wald- oder Parknähe
  • Hundestrände oder passende Ausflugsziele
  • Genügend Auslaufmöglichkeiten

Ferien mit Hund machen wir am liebsten in der Nebensaison. Dann ist es leerer, günstiger und nicht so heiß.

3) Hundestrände

Toll sind extra Hundestrände, wie wir sie etwa in Kolberg (polnische Ostsee) oder auf der Insel Usedom gefunden haben. Oder wenn die Hunde in der Nebensaison auf den langen, breiten Strand von Warnemünde dürfen.

Schön ist es, wenn es ein Sand- statt Kieselsteinstrand ist. Denn das mag Buddy sehr viel lieber. Leider führen zu manchen Hundestränden Treppen, die für ihn nicht gut geeignet sind.

4) Genügend Auslauf

Wie zu Hause hat unsere Zimtnase am liebsten immer den gleichen Tagesablauf.

Buddy schläft morgens gerne lange, so erlebte ich etwa allein den Sonnenaufgang am Ostseestrand von Warnemünde. Doch wir merken schnell, wenn ihm drinnen zu langweilig wird. Dann schleppt er etwa ein Stofftier an oder albert herum.

Tagsüber drehen wir im Urlaub meist zwei lange und zwei kurze Gassirunden mit ihm. Dafür suchen wir ruhige Wald- oder Wiesengebiete aus, in den er an der Schleppleine laufen kann.

Als Jagdhund hat er Jagdtrieb und wir sind schon häufiger Rehen, Hasen oder sogar Wildschweinen begegnet. Besonders fasziniert ist er von Vögeln. Ihr habt vermutlich schon mal das „Vorstehen“ erlebt, mit angewinkeltem Vorderbein.

Frei laufen lassen können wir ihn nur dort, wo wir absolut sicher sind, nichts und niemanden zu treffen.

Er verträgt sich zwar mit vielen Hunden, doch bei anderen Rüden bellen beide schon mal. Manchmal darf er mit einem anderen Hund spielen, doch denen ist er meist zu quirlig. Nur mit anderen Vizslas klappt es gut, zu Hause harmoniert er super mit einer Bracke und einem Akita. Also meist mit Hunden in seiner Größenordnung.

5) Die passende Kleidung

Anja Beckmann Reisen mit HundFür Buddy nehmen wir bei Bedarf seinen Hunderegenmantel von Vizslatea oder seinen Wintermantel von RR Dog Gear mit (wie alles andere selbst gekauft). Denn er hat keine Unterwolle, also wärmende Haare am Bauch.

Mit Mantel sind ihm Regen oder Kälte egal. Nur auf zu viel Hitze reagiert er empfindlich, das kann schon bei unter 20 Grad beginnen. Deshalb haben wir dann Wasser für ihn dabei.

Mein Kleidungsstil hat sich seit Buddy ziemlich verändert. Denn unterwegs werden z. B. oft meine Hosenbeine matschig. Mein Wintermantel von Lands’ End reicht bis zu den Waden, ist kuschelig warm und regenfest. Für die wärmeren Jahreszeiten habe ich eine Softshell Jacke von Zizzi, die wind- und regenfest ist. Ich trage Sneakers oder bei Regen bzw. Schnee Doc Martens mit gutem Profil.

6) Abkühlung im Wasser

Im Sommer kühlt sich Buddy gerne in Bächen oder Seen ab. Bazi ist auch schon mal im Februar mit Karacho in die Ostsee gesprungen, weil er einer Möwe hinterher wollte. Diesen Fehler hat er aber nur einmal gemacht.

Abduschen müssen wir Buddy übrigens nur sehr selten. Mit seinem kurzen Fell macht er sich kaum dreckig. Allerdings müssen wir immer schauen, dass wir ihn von Gülle auf Feldern fern halten, darin wälzt er sich zu gerne.

7) Hundefreundliche Unterkünfte

Hotel Frankfurt Hunde erlaubtMit Buddy waren wir schon in einigen hundefreundlichen Hotels und Ferienwohnungen. Dabei müssen wir meist einen Aufschlag mit einplanen. Im Reisegepäck befindet sich ein Hundebett, das wir in einer ruhigen Ecke hinlegen. Es ist etwas größer als das auf dem Bild, das vom Hotel gestellt wurde.

Toll sind ein Balkon, eine Terrasse oder sogar ein eingezäunter Garten.

Buddy bleibt nicht gerne allein. Gerade in ungewohnter Umgebung bellt er schon mal. Deshalb mögen wir es sehr, wenn er mit ins Hotelrestaurant darf. Wir suchen uns dann einen ruhigen Tisch auf der Terrasse oder etwas abseits, um andere nicht zu stören.

Gerne übernachten wir auch in Ferienwohnungen. Dort kochen wir selbst und essen ganz in Ruhe.

Buddy bekommt im Urlaub sein gewohntes Futter. Unser Großer ist so sensibel, dass er in neuer Umgebung erstmal wenig Hunger hat. Der kommt aber schnell zurück, wenn er draußen erst einmal eine Runde gedreht hat.

8) Cafés und Restaurants

Bei den Lokalen frage ich vorab, ob wir mit Buddy hineindürfen. Am liebsten sitzen wir draußen an einem der Tische. Wir freuen uns immer, wenn der/die Kellner:in Buddy Wasser bringt. In einem Beutel haben wir für ihn Leckerli dabei, falls er ungeduldig wird.

Buddy liebt Kinder und viele Kinder lieben ihn. Einige trauen sich sogar, uns zu fragen, ob sie ihn streicheln dürfen. Er geht sehr sanft und vorsichtig mit ihnen um.

9) Hundegesundheit

Buddy wird regelmäßig geimpft. Auf die Reise ins Ausland geht sein EU-Heimtierausweis mit.

Bisher ist unterwegs noch nichts Schlimmeres passiert. Er ist nur einmal in eine Scherbe getreten und hatte eine blutige Pfote, da war das Verbandszeug im Auto hilfreich. Wenn wir im Wald oder auf Feldern unterwegs sind, treten leider immer wieder Zecken auf. Außerdem müssen wir die Schlappohren regelmäßig reinigen, denn die neigen zu Entzündungen.

Übrigens haben ich die Hundekrankenversicherung Exklusiv bei Agila abgeschlossen, die viele Kosten übernimmt.

Habt ihr noch Fragen zum Reisen mit Vizsla?

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