Langlaufen in der Olympiaregion Seefeld – top Tipps für Anfängerinnen

Werbung: Beitrag in Zusammenarbeit mit der Tirol Werbung

Über 245 Loipenkilometer umfasst das Langlaufgebiet des Tiroler Wintersportortes Seefeld. Diese erstrecken sich über das weitläufige Hochplateau zwischen dem Ortsteil Mösern und der österreichisch-deutschen Grenze bei Scharnitz sowie der Leutascher Geisterklamm. Ein regelrechtes Langlauf-Mekka – auf den olympiaerprobten Loipen kommen Profis und Neulinge gleichermassen auf ihre Kosten.

Das können wir nach unserem Augenschein Ende Januar bestätigen. Während dreier Tage haben wir das Loipennetz aus der Anfängerperspektive unter die Lupe genommen. Was Langlauf-Neulinge auf dem Seefelder Loipennetz erwartet, wo ihr eure Ausrüstung herbekommt und wer euch mit Technik-Tipps und Tricks weiterhelfen kann, verrate ich euch in den nachfolgenden Zeilen.

Als Langlauf-Newbie auf den Loipen der Olympiaregion Seefeld

Die Olympiaregion Seefeld besteht aus fünf unterschiedlichen Ortschaften – Seefeld, Mösern-Buchen, Reith, Leutasch und Scharnitz. Reith, Seefeld und Scharnitz liegen an der Mittenwaldbahn. Die Bahnlinie verbindet Innsbruck über das Seefelder Hochplateau mit Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen in Deutschland. Der Bahnhof von Seefeld gilt zudem als «höchstgelegener ICE-Bahnhof der Welt». Je nach Wochentag hält hier die ICE-Verbindung von Hamburg nach Innsbruck. Aus Schweizer- bzw. insbesondere Zürcher-Perspektive bedeutet dies eine flotte und unkomplizierte Anreise mit dem öffentlichen Verkehr.

Als Langlauf-Newbie ist man mit einer Unterkunft in Seefeld selber gut beraten. Der Einstieg zum Loipennetz befindet sich in Gehdistanz zum Ortskern beim markanten Seekirchl. Hier in der sogenannten WM-Arena, welche 1985 anlässlich der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften erbaut wurden, besteht auch eine separate Übungsloipe (Klassisch und Skating). Gleichzeitig startet da mit der Loipe «A1» ein einfacher und mit 3 km Streckenlänge verhältnismässig kurzer Rundkurs – ideal für die ersten «Gleitversuche».

Wer noch über keine Langlauf-Ausrüstung verfügt, kann diese in den verschiedenen Sportgeschäften am Loipeneinstieg mieten (Kostenpunkt für 1 Tag: 15 Euro Klassisch, 20 Euro Skating). Das Office der Cross-Country Academy Seefeld befindet sich ebenfalls dort. Es lohnt sich, Privatkurse im Vorfeld zu buchen. Alternativ kann man sich auch direkt vor Ort über das reguläre Kursangebot beraten lassen.

Ausrüstung gemietet, Übersichtskarte mit dem Loipennetz in der Jackentasche verstaut und das Kursangebot studiert? Tipptopp. Jetzt fehlt nur noch das Loipenticket. Das erhält ihr entweder mit der Gästekarte (je nach Übernachtungsort) oder im Sportgeschäft Norz. Alternativ könnt ihr es im Vorfeld online kaufen oder an einem direkt an der Loipe gelegenen Automaten erwerben. Kostenpunkt fürs Tagesticket: 11 Euro (ohne Ermässigung). Der Erlös aus dem Loipenticket deckt unter anderem die Kosten, die fürs Präparieren der Loipen anfallen. Tag für Tag werden die klassischen Loipen gespurt und die Skating-Strecken mit dem Pistenfahrzeug auf Vordermann gebracht. Im Quervergleich mit anderen Langlauf-Gebieten offenbaren sich da schnell einmal markante Qualitätsunterschiede.

Tag 1: die ersten Züge auf der Seefelder «A1»

So, auch wir sind ready, die ersten Skating-Züge am Seekirchl vorbei Richtung WM-Arena zu ziehen. Und damit wir uns ja keine falschen Gewohnheiten antrainieren, stellen wir uns die ersten 120 Minuten dem strengen Blick der Cross-Country-Academy. Die grösste Challenge ist einmal mehr, mit den Schuhen einzuklicken.

Danach üben wir zuerst noch einmal die Balance mit der Schlittschuh-Technik und vertiefen den 2:1 Schritt bzw. Stock-Einsatz. Zwei Techniken, die wir bereits im Engadin geübt hatten – und nun vertiefen können. Nach der intensiven zweistündigen Privatlektion zum Einstieg, bin ich geneigt, direkt auf der verlockenden Sonnenterrasse des Restaurant Woods beim Loipeneinstieg eine Pause einzulegen. Doch die Motivation, die erste volle 3-Kilometer-Runde auf der «A1» zu absolvieren ist grösser. Schlussendlich werden’s sogar zwei Runden!

Seefeld Skating Newbie

Entspannen im All.Inclusive Hotel Bergland

Nach drei Stunden Skating bin ich aber definitiv fix und fertig. Wir sind im Hotel Bergland einquartiert, das sich knappe 10 Gehminuten vom Loipennetz entfernt im Ortskern von Seefeld befindet. Bei einer Übernachtung im Hotel Bergland ist die Loipengebühr im Übernachtungspreis inkludiert. Gleichzeitig verfügt das Hotel über einen Langlaufraum mit Schuhtrockner und Wachsmöglichkeiten.

Die Zimmer sind schön hell und weisen einen grosszügigen Grundriss auf. Und was uns echt überrascht, ist das «all.inclusive» Konzept – will heissen, nebst dem Frühstücksbuffet, dem Nachmittagssnack und dem Mehrgang-Abendmenü ist z.B auch der Gin Tonic zum Apéro oder der Wein im Offenausschank im Pauschalpreis inkludiert.

Tag 2: ein Abstecher in die Leutasch

Am nächsten Morgen kneift’s da und dort. Kein Wunder, ich habe mein Arm- und Beinmuskeln am Vortag auch echt gefordert. Heute möchten wir uns die Loipen im benachbarten Leutasch unter die Lupe nehmen. Wer wie wir mit dem öffentlichen Verkehr anreist, kommt problemlos mit dem Skibus von einem zum anderen Ortsteil. Grundsätzlich sind die Loipen zwischen den einzelnen Ortschaften miteinander vernetzt. Wer fit und geübt ist, kommt von Seefeld über rote und schwarze Loipen bis in die Leutasch.

Skating Leutasch

Wir halten uns vorerst aber noch an die blau klassierten Routen. Der Schwierigkeitsgrad unterscheidet sich in Bezug auf die Länge und die Steigung. Blaue Routen sind kürzer und weisen nur geringe Höhenunterschiede aus. Heute starten wir auf dem 5.3 Kilometer langen Rundkurs der A5 am Fusse der markanten Bergspitze der Hohen Munde. Von hier aus kann man fast vollständig auf blau klassierten Loipen bis zur deutschen Grenze skaten. Zu ambitioniert für uns – wir sind aber nach zwei Stunden mega stolz, eine volle Runde über die A5 und A6 mit Total 10.8 Kilometer bewältigt zu haben.

Leutasch Loipenkarte
Route A6 Loipe Leutasch

Genussvolles Après-Langlauf

Nach diesem sportlich intensiven Vormittag steht der Nachmittag im Zeichen des Genusses. Die Olympiaregion hat nämlich weit mehr zu bieten als «nur» ein weitläufiges Loipennetz. Wie wär’s mit einem Alpaka-Spaziergang, Eisstock-Schiessen oder – ganz nach unserem Geschmack – einem exklusiven Winterpicknick an aussichtsreicher Lage? Familie Wolf, die in Leutasch beim Weiler Moos den Zottlhof betreibt, hat sich auf diesen Winter etwas Neues ausgedacht. Und zwar haben sie am Waldesrand unweit vom Zottelhof einen wunderbar romantischen Picknickplatz geschaffen. Das Winterpicknick am knisternden Feuerkorb besteht aus hofeigenen Produkten sowie weiteren lokalen Spezialitäten (in drei Variationen bestellbar). Köstlich – ich sag’s euch! Und unglaublich entspannend.

Winterpicknick Leutasch
Winterpanorama Seefeld Leutasch

Mit neuer Energie begeben wir uns im Anschluss noch auf eine kleine Winterwanderrunde. Nicht nur das Loipennetz, sondern auch die Winterwanderwege sind hier oben ausgedehnt. Es gibt sogar einen Winterweitwanderweg, der in vier Tagesetappen über das Seefelder Hochplateau führt.

Winterwandern Leutasch

Wir belassen es bei einem kurzen Schlenker vom Weiler Moos hinauf zur Muggenmoosalm und genehmigen uns dort noch ein Stück ofenfrischen Apfelstrudel. Selbstverständlich ist die Alm auch mit einer Loipe erschlossen – diese ist aber wiederum als «schwarze» Route klassiert. Der Kraftakt der Höhendifferenz ist nicht zu unterschätzen.

Muggenmoosalm Apfelstrudel
Leutasch Winterlandschaft

Tag 3: ran an die Höhenmeter

Und wie zünftig Höhenmeter auf der Loipe einschenken, erfahren wir am nächsten Tag am eigenen Leib. Wir starten heute nochmals beim Loipeneinstieg Seefeld. Nachdem das am Vortag auf der A5/A6 so gut geklappt hat, wollen wir uns heute an die «B1» wagen. Die B1 schliesst als rot klassierte Loipe an die A1 an und beinhaltet auf einer Länge von 5.5 Kilometer einen Anstieg von rund 110 Höhenmeter. Das tönt nach «nichts», oder?! Doch lasst euch nicht täuschen. Schon beim ersten Anstieg Richtung Seewaldlift komme ich ins Keuchen. Durchhalten – so, die Devise.

Abgesehen davon gefällt mir auch diese Routenführung sehr gut. Die Loipe führt mehrheitlich durch bewaldete Gebiete. Wie hübsch muss es hier bei Neuschnee aussehen?! Nach knapp zwei Stunden haben wir die Kombi A1/B1 bewältigt und sind retour am Ausgangspunkt. Und obwohl ich jeden einzelnen Muskel spüre, lockt es mich doch noch auf eine «Abschlussrunde» auf der A1. Definitiv ein Zeichen dafür, dass das mit dem Langlaufen und mir eine Zukunft haben könnte.

Loipennetz Seefeld

Anstossen auf drei tolle Langlauf-Tage

Doch vorerst knurrt mir der Magen. Bevor wir uns mit dem Zug auf dem Heimweg machen, stossen wir im Bräukeller mit hausgebrauten Bier auf drei richtig tolle Langlauf-Tage an und probieren uns durch die Tapas-Variation. Der Bräukeller gehört zum 5-Sterne-Hotel Klosterbräu mitten im Dorfkern von Seefeld – nebst dem Bergland und dem Krumers Post, das wir von einem früheren Seefeld-Aufenthalt her kennen, eine weitere empfehlenswerte Unterkunft.

Und so gehen drei sportliche Tage in Seefeld zu Ende. Passend – denn der Genuss gehört hier zum Langlauf-Erlebnis dazu. Und genau das gefällt mir!

Tagesaktuelle Infos rund ums Langlaufen in Seefeld Tirol sowie einer Übersichtskarte mit dem Loipennetz findest du auf der offiziellen Website der Olympiaregion Seefeld.

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Langlaufen in der Olympiaregion Seefeld – top Tipps für Anfängerinnen

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